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Sicherheit und Datentransfer im Internet
1. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
1.1. Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig!
Dies ist vermutlich der einfachste und meist missachtete Sicherheitstipp. Sichern Sie Ihre Daten - insbesondere den Ordner "Eigene Dateien" - regelmäßig auf CD, USB-Stick, externe Festplatten oder andere vom Rechner unabhängige Speichermedien.
Zur weiteren Sicherheit können Sie Ihre Daten auf einer anderen Festplatten-Partition als das Betriebssystem speichern oder sogar auf einer weiteren internen Festplatte.
1.2. Installieren Sie einen Virenscanner!
Sie sollten einen aktuellen Virenscanner installieren und ihn auch regelmäßig aktualisieren, schließlich tauchen regelmäßig neue Viren und Varianten bereits bekannter Viren auf.
Empfehlenswert sind etwa das für die private Nutzung kostenlose AntiVir oder AVG.
Download AntiVir unter: http://www.antivir.de/de/
Download AVG unter: http://free.grisoft.com/
1.3. Installieren Sie eine Firewall!
Eine Firewall dient als "Schutzmauer" zwischen Ihrem Rechner und dem Internet. Sie kontrolliert, welche Programme Daten "nach außen" geben und welche Daten "von außen" in Ihren Rechner hineingelangen.
Für die private Nutzung kostenlos ist etwa die Firewall der Firma Sygate: http://www.sygate.de/
1.4. Installieren Sie regelmäßig Updates!
In vielen verbreiteten Programmen werden regelmäßig Sicherheitslücken entdeckt und daraufhin Updates veröffentlicht, in denen diese behoben werden. Daher sollten Sie solche Updates Ihrer Programme auch regelmäßig installieren. Das gilt insbesondere für
das Betriebssystem
den Browser (Internet Explorer, Mozilla Firefox, Opera)
das Mailprogramm (Outlook, Thunderbird)
das Office-Programm (MS Office, OpenOffice, StarOffice)
Die Updates erhalten Sie über die in die Programme integrierte Updatefunktion oder die Webseite der Hersteller.
1.5. Speichern Sie niemals sicherheitsrelevante Passwörter!
So genannte sicherheitsrelevante Passwörter (also etwa die für das Online-Banking) sollten Sie niemals auf Ihrem Rechner speichern!
1.6. Führen Sie einen Sicherheits-Check aus
Entsprechende Angebote gibt es etwa unter:
heise Browsercheck: http://www.heise.de/ct/browsercheck/
Sicherheitscheck von Symantec: http://security.symantec.com/de/
1.7. Prüfen Sie fremde Daten auf Viren!
Sollten Sie von Kollegen oder Freunden Daten auf Disketten, USB-Sticks, Wechselplatten o. ä. erhalten, überprüfen Sie sie vor der Installation oder Nutzung auf Viren.
Ebenfalls sollten Sie Ihre Daten vor der Weitergabe an Dritte auf Viren und andere Schädlinge prüfen.
1.8. Installieren Sie einen Dailerschutz (nur bei ISDN und Analog)
Um sich vor betrügerischen Dialerprogrammen zu schützen, die sich unbemerkt auf Ihrem Rechner installieren können und dann kostenpflichtige 0900-Nummern, sollten Sie bei Verwendung von einem ISDN- oder Analoganschluss ein Dialer-Schutzprogramm installieren. Zusätzlich können Sie bei Ihrem Telefonanbieter die 0900-Nummern generell sperren lassen.
2. Gefahren durch E-Mails und das Internet
Durch manipulierte HTML-Mails, unerwünschte Mail-Anhänge und manipulierte Internetseiten können Schadroutinen auf Ihren PC gelangen. Daher sollten Sie Ihren Browser und Ihr Mailprogramm entsprechend absichern.
2.1. Sichern Sie Ihren Browser ab
Der Internet Explorer als Marktführer ist besonders im Fokus der Angriffsbemühungen, da die Chance des Erfolgs wegen der massenhafte Verbreitung des Explorers am größten ist. Hinzu kommt die in der Vergangenheit oftmals schleppende Schließung bereits bekannter Sicherheitslücken.
Daher gilt als erster Tipp für sichereres Surfen:
Nutzen Sie alternative Browser!
Mozilla Firefox und Opera gehen teilweise deutlich über den Funktionsumfang des Internet Explorers hinaus, sind aber grundsätzlich sicherer, da bekannte Lücken schneller geschlossen werden. Auch wegen ihrer noch weitaus geringeren Verbreitung sind sie seltener das Ziel breit angelegter Angriffe.
Mozilla Firefox: http://www.mozilla.com/firefox/
Opera: http://www.opera.com/
Sichern Sie Ihren Browser ab!
Wenn Sie jedoch bei der Nutzung des Internet Explorers bleiben wollen oder müssen, sollten sie Ihren Browser unbedingt intern absichern. Das entsprechende Vorgehen auch für die weitere Absicherung von Mozilla Firefox und Opera finden Sie bei heise Security:
http://www.heise.de/security/dienste/browsercheck/
2.2. Sichern Sie Ihren E-Mail-Verkehr
Die Situation bei den Mailprogramme ähnelt der auf dem Browsermarkt: das Programm Outlook hat den deutlich größten Marktanteil und ist wegen seiner Verzahnung mit dem Betriebssystem oft Angriffen durch manipulierte Mails ausgesetzt.
Dieses Problem umgehen Sie, wenn Sie alternative E-Mail-Programme benutzen.
Nutzen Sie Alternative Mailprogramme!
Während es neben dem Internet Explorer eigentlich nur zwei konkurrenzfähige Browser für Windows gibt, ist das Angebot an entsprechenden Mailprogrammen weitaus größer.
Mozilla Thunderbird: http://www.mozilla.com/thunderbird/
Pegasus Mail: http://www.pmail.com/
Bei heise online finden Sie eine Übersicht über weitere Mailprogramme.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
1. Öffnen Sie keine Mails von unbekannten Absendern
Schon das Öffnen einer manipulierten HTML-Mail kann eine Schadroutine auf Ihren Rechner bringen. Öffnen Sie daher keine E-Mails von Ihnen gänzlich unbekannten Absendern, sondern löschen Sie diese sofort.
2. Öffnen Sie niemals Dateianhänge von unbekannten Absendern
Schadroutinen werden besonders oft als Dateianhänge verschickt und werden durch Öffnen aktiviert. Sie können relativ problemlos als scheinbar harmlose Bilddatei oder Textdokument getarnt werden. Öffnen Sie daher niemals Dateianhänge von unbekannten Absendern!
Manche dieser Dateien verbreiten sich als "Wurm", d.h. Sie erhalten Sie von einem bekannten Absender, ohne dass dieser davon weiß. Seien Sie daher skeptisch, wenn Sie unaufgefordert Dateien zugesendet bekommen, insbesondere, wenn Ihr deutscher Kollege plötzlich auf Englisch schreibt.
Absicherung von Outlook
Sollten Sie um die Nutzung von Outlook nicht herumkommen oder darauf nicht verzichten wollen, sichern Sie das Programm so gut wie möglich ab.
Bei heise Security finden Sie die entsprechende Anleitung: http://www.heise.de/security/dienste/emailcheck/anpassen/
Literatur
heise Security: http://www.heise.de/security/
Erstellt: 22.05.2006
Zuletzt geändert: 10.01.2008


