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Forschungsprojekte
Forschungsprojekte am Italienzentrum Berlin Das Italienzentrum der FU Berlin verfolgt bisher vier Forschungsprojekte aus den Bereichen Literaturwissenschaften, Philosophie, Archäologie: Das Problem der 'Interpretation' im Denken der Gegenwart (Leitung: Prof. Dr. Günter Abel, Prof. Mario Ruggenini) Deutsche Ausgabe der Schriften Giordano Brunos (Leitung: Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann, Prof. Dr. Thomas Leinkauf) Performativität und Episteme: Die Dialogisierung des theoretischen Diskurses in der Renaissance-Literatur (Italien, Frankreich, Spanien) (Leitung: Prof. Dr. Klaus W. Hempfer) Töpferviertel auf Ischia (Leitung: Prof. Dr. Wolf-Dieter Heilmeyer, Dr. phil. habil. Gloria Ortese)
Lehrstuhl Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte, Universität Frankfurt Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte bereitet zur Zeit in enger Kooperation mit den Universitaeten Bologna und Trient (daneben aber auch: Innsbruck, London und Sussex) den Antrag fuer ein von der DFG gefoerdertes Internationales Graduiertenkolleg vor. Das Generalthema des interdisziplinaeren, aber historisch arbeitenden Graduiertenkollegs lautet: "Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert". Ziel eines solchen Internationalen Graduiertenkollegs ist die Vernetzung von Universitaeten unterschiedlicher Nationalitaet. Dies wird auf drei Ebenen vorangetrieben: 1. Kooperation bei inhaltlichen Symposien etc., 2. gemeinsame Betreuung von Doktoranden durch jeweils zwei Dozenten unterschiedlicher Nationalitaet mit dem Ziel des Erwerbs eines wechselseitig anerkannten Doktorgrades. 3. Die Doktoranden sollen eine gewisse Zeit (etwa ein halbes Jahr) an der jeweils anderen Universitaet arbeiten, um auch die dortigen Wissenschaftskulturen kennenzulernen. Aktuelle Informationen sind über den Lehrstuhl zu erhalten.
Lehrstuhl Prof. Dr. Volker Reinhardt, Universität Fribourg Die ansprechend gestaltete Homepage des Lehrstuhls von Prof. Dr. Volker Reinhardt informiert über laufende Forschungsarbeiten, u.a. sehr ausführlich über das Projekt "Die römischen Papst- und Kardinalsgrabmäler der frühen Neuzeit - Form und Anspruch", gefördert von der Fritz Thyssen-Stiftung (siehe unter Requiem). Daneben werden vorgestellt abgeschlossene und laufende Lizentiats- und Dissertationsarbeiten, die zu einem nicht unwichtigen Teil der Geschichte Roms, Latiums und dem päpstlichen Nepotismus gewidmet sind. Hinzuweisen ist auch auf die Freiburger Studien zur Frühen Neuzeit, die bisher fünf Titel umfassen, davon zwei zur italienischen Geschichte: Uta Piereth, Bambocciade. Bild und Abbild des römischen Volkes im Seicento, 351 Seite. 1997. ISBN 3-906756-81-5 Daniel Büchel/Volker Reinhardt (Hg.), Die Kreise der Nepoten. Neue Forschungen zu alten und neuen Eliten Roms in der frühen Neuzeit, 425 Seiten. Erscheint demnächst.
Lehrstuhl Prof. Dr. Wolfgang Reinhard, Universität Freiburg Am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Reinhard enstehen eine Fülle von Untersuchungen, die zum Teil von der DFG finanziert werden. Sie beschäftgen sich im Anschluss an seine eigenen Forschungen zur römischen Geschichte mit italienischen Themen.Vor allem der Rekonstruktion frühneuzeitlicher Netzwerke in Italien gilt das besondere Interesse. Das Habilitationsprojekt von Birgit Emich widmet sich Integrationsprozessen in der Frühen Neuzeit anhand der Beziehungen zwischen Ferrara und dem Kirchenstaat.."Das europäische System römischer Mikropolitik im frühen 17. Jahrhundert" soll so Vernetzung als Grundlage frühneuzeitlicher Herrschaft sichtbar machen.
Media 68 Das teilweise von der Europäischen Union finanzierte Projekt bietet Texte und Bild- Material zur Geschichte der Unruhen der ausgehenden 60er Jahre. Es ist ein offenes Projekt, das ständig durch Material, das die Leser zur Verfügung stellen, erweitert wird. Material hat auch das AAMOD, Archivio Audiovisivo del Movimento Operaio e Democratico di Roma, beigesteuert. Eine CD zum Jahr 1968 ist geplant. Das Projekt ist noch im Aufbau und mit darstellerischen Schwächen verbunden, bietet aber einige interessante Einblicke in die behandelte Epoche.
REQUIEM "REQUIEM - Die römischen Papst- und Kardinalsgrabmäler der Frühen Neuzeit", finanziert von der Fritz Thyssen Stiftung, ist ein Kooperationsprojekt der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Horst Bredekamp) und der Universität Fribourg/Schweiz (Prof. Dr. Volker Reinhard), das in enger Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg i. Br. (Prof. Dr. Wolfgang Reinhard) entwickelt wird. Ziel ist die Untersuchung der römischen Grabmalskultur zwischen 1417 und 1799 aus fächerübergreifender, historisch-kunsthistorischer Perspektive. Ausgangspunkt des Projektes ist die Überlegung, daß Grabmäler als Inszenierungen einer individuellen Vergangenheit im Dienste von Gegenwart und Zukunft des Familienkollektivs besonders geeignet sind, Rückschlüsse auf das Verhältnis von Kunstproduktion und sozialer Entwicklung in der Frühen Neuzeit zu gewinnen. Die Grablegen sollen dementsprechend nicht nur im engeren kunsthistorischen Sinn monographisch erfaßt, sondern darüber hinaus im Kontext ihrer kulturellen, mentalen und soziopolitischen Entstehungsbedingungen untersucht werden. Geplant ist zu diesem Zweck unter anderem die Einrichtung einer kunsthistorisch-prosopographischen Datenbank, in der Abbildungen und Informationen zu den Objekten wie den Verstorbenen zusammengefaßt sind. Über erkenntnisleitende Fragestellungen und Interessen informiert genauer der Aufsatz: H. Bredekamp, A. Karsten, V. Reinhardt und Ph. Zitzlsperger, Vom Nutzen des Todes für Zeit und Ewigkeit. Anmerkungen zu den römischen Papst- und Kardinalsgrabmälern der frühen Neuzeit, in: Kritische Berichte 2/29 (2001), S. 7-20. Das Projekt hat inzwischen mehrere Veröffentlichungen und eine beachtliche Homepage hervorgebracht. Vor allem eine Datenbank zu den römischen Kardinalsdenkmälern bietet von ihrer Anlage und ihrem Umfang her von 230 Grabdenkmälern und 110 Kardinalsbiogrammen interessante Analysemöglichkeiten. Ohne Zweifel handelt es sich um eines der wichtigsten und erfolgversprechendsten Projekte zur Geschichte Roms
The Decameron Web Die Seite widmet sich Boccacio und seinem Decamerone. Eine Fülle von Informationen zum Werk, zur italienischen Kultur des 13. und 14. Jahrhunderts, mit Bildern, Texten, Bibliografien und Links.
The Galileo Project Eine Homepage, die sich dem Leben und Werk von Galileo Galilei widmet. Gute Illustrationen, bibliograpische Angaben und Informationen über die Wissenschaften im 16. und 17. Jahrhundert werden ansprechend präsentiert. Besonders bemerkenswert ist die Sammlung von 631 Biographien von Wissenschaftlern der Frühen Neuzeit.
The ILT Dante Project Informative Seite der Columbia University rund um Dante Alighieri und sein Werk. Hervorzuheben sind die Illustrationen der Göttlichen Komödie von Sandro Botticelli und Gustave Doré. Ein Klassenzimmer bietet didaktisch aufbereitetes Material für den Unterricht über Dante und die Göttliche Komödie.


