Otto Otto von Mauderode (Calenberg)

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Otto Otto von Mauderode 

 

(*Ellrich/Harz 21.1.1600 – †Regensburg 13 (29?).10.1671) 

 

Braunschweig-Lüneburgischer Geheimer Rat. 

Unterzeichnete für Braunschweig-Lüneburg-Calenberg die Rheinbundverträge vom 14. und 15. August 1658.

 


Otto Otto von Mauderode, Kupferstich von
Petrus de Jode nach einem Gemälde
von Anselm van Hulle. HAB Wolfenbüttel

Otto Otto (auch Otte, Othen) von Mauderode stammte aus Ellrich am Harz und hatte an der Universität Helmstedt studiert, wo er 1624 den philosophischen Magistergrad erworben hatte. Seit den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts stand er im Dienst der Welfenherzöge, zunächst als Kriegsrat, seit 1652 als Hofrat und schließlich als Mitglied im Geheimen Rat des Herzogs Georg Wilhelm, dem er 1665 vom Fürstentum Calenberg ins Fürstentum Celle folgte. 1650 hatte er die Erhebung in den Reichsadelsstand unter dem Namen „von Mauderode“ erlangt; der Name leitet sich von seiner Besitzung in Mauderode (bei Ellrich) ab.

 

Ottos häufige Verwendung für auswärtige Missionen geht zurück bis in die Jahre 1645/46, als er zusammen mit dem Celler Großvogt eine Gesandtschaftsreise zu Königin Christina in Stockholm unternahm. 1649 entsandte ihn der Calenberger Herzog Georg Wilhelm auf den Nürnberger Exekutionstag, 1657 zur Führung der Rheinbund-Verhandlungen nach Frankfurt und 1659 auf den Kriegskonvent der Rheinischen Alliierten nach Hildesheim. Nach dem Ende des Frankfurter Reichsdeputationstags vertrat Otto seinen Herzog auf dem Reichstag in Regensburg. Dort fiel ihm 1665 die Aufgabe zu, beim Reichstag und beim Rheinischen Bundesrat gegen das staatsstreichartige Vorgehen des Herzogs Johann Friedrich in Celle zu protestieren und Hilfe einzufordern; sowohl der Reichstag als auch der Rheinbund verweigerten Georg Wilhelm jedoch die Unterstützung. Nach Beilegung des welfischen Erbstreits und nach dem Wechsel Georg Wilhelms nach Celle verblieb Otto als Cellischer Vertreter in Regensburg, bis zu seinem Tode. 

Verfasser: Bengt Büttner 

 

Literatur: 

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 34. Jg. (1942), S. 324.

Zimmermann, Paul: Die Matrikel der Universität Helmstedt, Bd. I:1 (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Schaumburg-Lippe und Bremen, Bd. 9), Hannover 1926, S. 251 Nr. 402, S. 307 Nr. 7.

Köcher, Adolf: Geschichte von Hannover und Braunschweig, Bd. 1 (1648-1668) (= Publicationen aus den K. Preussischen Staatsarchiven, Bd. 20), Leipzig 1884, bes. S. 291 ff., 408 ff.

 

Empfohlene Zitierweise

Bengt Büttner: Otto von Mauderode. Aus: Der Erste Rheinbund (1658), in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/5971/

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Erstellt: 24.07.2008

Zuletzt geändert: 14.08.2008