Innenpolitik

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Heerwesen 

 


Abb. 1

Statt aus teuren Berufssoldaten wie im Ancien Régime rekrutierten sich Napoleons Armeen aus Wehrpflichtigen. Die Gesetze von 1798 und 1800 verpflichteten alle männlichen Franzosen zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr zum Dienst in der Armee, ausgenommen waren jedoch verheiratete und verwitwete Männer, Reiche konnten sich freikaufen. Während des Kaiserreichs waren die Menschenverluste in den Schlachten ungemein hoch. Mit den Jahren gab es wachsenden Widerstand gegen die Aushebungen. Die Versorgung der Armee mit Uniformen oder Nahrungsmitteln war - wie etwa im Russlandfeldzug - oft mangelhaft. Napoleon versuchte die Soldaten durch Verleihung von Ehrentiteln und -zeichen an sich zu binden. Zudem kultivierte er einen Mythos um seine Person als Heerführer. Die große Kampfkraft der napoleonischen Armeen ging in dem Maße zurück, wie sich der Anteil republikanischer Soldaten zugunsten von Kontingenten aus den neu annektierten Ländern verringerte.

(al) 


Abb. 2


Abb. 3

 



Erstellt: 25.04.2006

Zuletzt geändert: 25.04.2006