Innenpolitik

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Direktorium 

 


Abb. 1

Oberste Regierungsbehörde (beziehungsweise Bezeichnung für die Regierungsform) zwischen 1795 und 1799.
Die Direktorial-Verfassung, verabschiedet am 22.08.1795, sollte die Republik im Sinne der gemäßigten bürgerlichen Konventsmehrheit stabilisieren und stand in der liberalen Tradition von 1791. Um die dominante Machtstellung eines Einzelnen zu verhindern, bestand die Exekutive aus einem kollektiven Staatsoberhaupt, den fünf Direktoren, die durch die beiden gesetzgebenden Kammern (Rat der Fünfhundert und Rat der Alten) auf fünf Jahre gewählt wurden. Dieses Direktorium (frz. directoire) verfügte über bedeutende Machtmittel, schaffte es jedoch nicht, die wirtschaftlichen Probleme und gesellschaftlichen Konflikte zu lösen. Es kam zu wiederholten Verfassungskrisen und Staatsstreichen, welche die Regierung in zunehmende Abhängigkeit vom Militär als einzig verbleibender Ordnungsmacht brachten. Der Putsch Napoleons vom 18. Brumaire 1799 beendete die Herrschaft des Direktoriums.

(sb) 

 



Erstellt: 25.04.2006

Zuletzt geändert: 25.04.2006