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Struve, Georg Adam 

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1. April 2008 

* 27. September 1619 in Magdeburg, † 15. Dezember 1680

Kurzbiografie 

Der Sohn des Juristen Barthold Struve aus Magdeburg (davor Braunschweig), absolvierte ab 1636 die Akademie in Jena, ab 1641 ein Universitätsstudiumder Rechte, Geschichte und Philosophie in Helmstedt und wurde schließlich Assessor des Schöppenstuhls in Halle. 1646 promovierte er in Helmstedt, ein Ruf als Professor für Recht folgte im gleichen Jahr. 1667 wurde er Hofrat in Weimar, 1672 Geheimrat und 1680 Präsident der Regierung in Jena. Der Wechsel zwischen praktischer Tätigkeit und akademisch-wissenschaftlicher Beschäftigung spiegelt sich in seinem umfangreichen schriftlichen Werk. Besonders hohes Ansehen entfalteten seine „Syntagma iuris feudalis“ (1653, 1703) und seine „Iurisprudentia Romano-Germanicae forensis (1670, letzte Auflage 1771). Gerade das letzte Werk, liebevoll auch als „Kleiner Struve“ bezeichnet, galt lange als Standardwerk des römischen Privatrechts. Als Struve 1680 starb hinterließ er 25 Kinder aus zwei Ehen, ein Sohn wurde Alchimist.  

Ausgaben vor 1800 

(Respondent) Nehring, Johann C., Disputatio Juridica [Iuridica] De Indiciis & Proba Per Aquam Frigidam Sagarum, Jena 1687.
Digitalisierte Fassung: http://miami.uni-muenster.de/servlets/

Literatur 

Jan Finzel, Georg Adam Struve (1619-1692) als Zivilrechtler (= Rechtshistorische Reihe 264), Frankfurt/M. 2003.

Christian Gottlieb Jöcher, Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 1751.

Johannes Günther, Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena seit 1558 bis 1858, Eine Festgabe zur dreihundertjährigen Säcularfeier der Universität am 15., 16. und 17. August 1858, Jena 1858.

Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hg.), Deutsche Biographische Enzyklopädie, 10 Bde., München u.a. 1995-1999.

Empfohlene Zitierweise

Moeller, Katrin: Struve, Georg Adam. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/de/persistent/artikel/5754/

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Erstellt: 30.03.2008

Zuletzt geändert: 14.05.2008

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